015) Verfolgt

Inhalt

Gaby besucht einen Spanisch-Sprachkurs an der Volkshochschule. Ihre Lehrerin, Frau Lutz, benimmt sich aber irgendwie komisch und hinterlässt den Eindruck, als hätte sie vor irgendetwas Angst. TKKG gewinnt ihr Vertrauen und sie erfahren: Frau Lutz wird seit einiger Zeit von einem Unbekannten, einem Stalker, belästigt: sie erhält Drohbriefe, Anrufe und fühlt sich verfolgt…

 

» Erscheint November 2006 » ISBN 3-89887-171-1 » Verlag Tivola

Hintergrundinfos
"TKKG" von Tivola gibt es mit der 15. Folge in 3D-Echtzeit: Die Detektive bewegen sich durch 3D-Räume und Zoomeffekte erlauben es, viele Details genauer zu betrachten. So ist der Spieler noch näher am Spielgeschehen, und es wird noch mehr Spannung aufgebaut! Das Spiel basiert auf 3D-Technologie, man wird es aber nicht bemerken! D.h. die Fan-Gemeinde muss sich nicht auf eine völlig neue Optik einstellen. Figuren und Texturen sind wie gehabt in 2D. Neu hingegen sind Menü und Dialogsystem und die Möglichkeit Dinge im Raum näher in Augenschein zu nehmen. Alles wird somit einfacher. 
Bewertung der Redaktion (D. Merk)
Lange hat es gedauert bis das 15. TKKG-Spiel endlich das Licht der Welt erblickte. Grund dafür war mitunter auch das völlige neue Spielprinzip. Hat man doch erstmals eine 3D-Umgebung in Zusammenhang mit einem TKKG-Game angekündigt. Story: Gaby findet in ihrem Spanischbuch einen seltsamen Brief. Ein Verrückter, ein sogenannter Stalker scheint hinter ihr her zu sein. TKKG machen sich auf die Suche nach Spuren. Wer könnte den Brief in Gabys Buch geschmuggelt haben? Verdächtig sind dabei zunächst einmal die Teilnehmer des Spanischkurses an der Volkshochschule. Doch schon bald wird klar, dass möglicherweise gar nicht Gaby das Opfer ist. Schnell zeigt sich, dass der Stalker sehr gefährlich ist und auch vor einem Einbruch nicht zurückschreckt. TKKG müssen den Kreis der möglichen Verdächtigen erweitern. Wird es dir zusammen mit den vier Freunden gelingen diesen Fall zu lösen? Man hat bei diesem Fall auf eine recht aktuelle Thematik zurückgegriffen und schafft es diese auf informative und lehrreiche Art und Weise darzustellen ohne das ganze unnötig zu verkomplizieren. Die Story bietet einige spannende Aspekte und gehört von der Idee her eindeutig zu den besseren der letzten TKKG-Spiele, reicht jedoch nicht ganz an Geschichten wie die zu "Zelle 13" heran. Aufgeteilt wird das Spiel in vier Kapitel, die man jedoch ziemlich schnell durchlaufen hat. Es gibt wenige Nebenspuren und alles ist recht einfach gestrickt. So kommt es auch, dass man das Spiel bereits nach zwei bis drei Stunden mit dem spielen fertig ist. Grafik und Gameplay: Mit dem neuem 3D-Spieleprinzip ändert sich eine ganze Menge – größtenteils leider eher zum schlechten. Die Änderungen bedeuten leider nicht wirklich auch Fortschritte. So kann man sich zwar jetzt mittels der 3D-Technik an Orten etwas freier bewegen und zu einzelnen Objekten zoomen, jedoch sind die Möglichkeiten rückblickend schlichtweg enttäuschend. Da hätte man wohl auch genausogut bei dem 2D-Prinzip bleiben können, denn allzuviel hat sich demgegenüber nicht verändert. Eher geht der Charme der letzten Spiele verloren, welche trotz 2D wesentlich lebendiger und weniger statisch wirkten. Zudem wirkt die Steuerung gerade zu Beginn arg gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar sicher an das neue Spielprinzip, welches auch durchaus einige interessante Neuerungen aufweist, so dass sich Elemente im Inventar beispielsweise kombinieren lassen. Der größte Schlag in die Gesichter der Fans dürfte aber die neue grafische Gestaltung unserer vier TKKG-Freunde sein. In diesem Punkt waren die letzten Spiele absolut vorbildlich. Warum man hier unbedingt etwas verändern musste, verstehe wer will. Um aber zumindest noch einen weiteren positiven Aspekt zu benennen: Im Gegensatz zu früher kann man sich mit den verschiedenen Personen wesentlich leichter unterhalten, Gespräche auch schneller wegklicken und mehrere Fragen nacheinander stellen. Musik und Soundeffekte: Hier bleibt es bei der guten Arbeit, die man schon in den vergangenen Spielen abgeliefert hat. Sicherlich werden einem manche Stücke nach einem längeren Aufenthalt an einem bestimmten Ort mal auf die Nerven gehen. Doch im großen und ganzen ist die Hintergrundmusik unaufdringlich und zweckdienlich. Vor allem das Stück, welches bei der Ankündigung eines jeweils neuen Kapitels zu hören ist, gefällt. Fazit: Die Story weiß von der Grundidee her zu überzeugen, erweist sich dann aber letztendlich als etwas arg dünn und kurz. Hier wäre sicherlich noch ein fünftes Kapitel schön gewesen. Die größte Enttäuschung erlebt man wohl mit dem neuem 3D-Konzept, das die Fortschritte der beiden letzten Spiele im Bereich "Gameplay" vollkommen über den Haufen wirft. So findet man beispielsweise keinerlei Notizen oder eine Anzeige über den Spielfortschritt mehr. Die Steuerung ist anfangs ungewohnt, lässt aber auch mit der Zeit kaum mehr Freiheiten zu als es beim alten 2D-Prinzip der Fall war. 3D allein ist eben doch kein Allheilmittel, zumal wenn man es nicht vernünftig einsetzen kann und vieles im Spiel einfach zu statisch wirkt. Atmosphäre will auch nicht so recht aufkommen. Hätte man wenigstens an den TKKG-Figuren in ihrer alten grafischen Darstellung festgehalten, wäre hier sicherlich mit einem zugedrückten Auge eine bessere Bewertung herausgekommen. So ergibt sich aber leider nur ein ausreichend. Vielleicht schafft man es für das nächste Spiel das neue Konzept weiter zu verbessern und auszubauen. Zu wünschen wäre es. Denn eine Rückkehr zum alten Konzept, wie es sich einige Fans wünschen, dürfte es wohl eher so schnell nicht geben.

Revisions

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